Die Verordnung über den Praxisaufstieg, Beförderungsqualifizierung und Sonderlaufbahngruppenwechsel der Beamtinnen und Beamten der Laufbahnfachrichtung Steuerverwaltung (StPBSV) soll geändert werden.

Bereits vor einiger Zeit wurde die Entscheidung getroffen, die Außenprüfungsdienste, hier insbesondere die Lohnsteuer-Außenprüfung und die Kleinstbetriebsprüfung, nur noch mit Kolleginnen und Kollegen der LfbGr. 2.1. zu besetzen und dort keine Stellen mehr in den Wertigkeiten der LfbGr. 1.2. anzubringen. Dennoch befand sich bereits eine große Zahl von KollegInnen der LfbGr. 1.2. in der Außenprüfung. Gleichzeitig wurde es immer schwerer, die entsprechenden Positionen mit LaufbahnabsolventInnen oder erfahrenen KollegInnen zu besetzen. So entschied man sich, neben dem Regelaufstieg und dem bisherigen Praxisaufstieg eine Möglichkeit zu schaffen, die eine Personalentwicklung gezielt für die Außenprüfungsdienste zulässt: Der Praxisaufstieg Außenprüfung.

Die bisherige Regelung in der StPBSV legte aber fest, dass die praktische Unterweisung fast ausschließlich im Innendienst zu erfolgen hatte, ein Einsatz in der Außenprüfung war nur für einen Monat vorgesehen. Somit war eine gezielte Ausbildung neuer AußenprüferInnen nur schwer möglich.

Nun ist geplant die StPBSV so zu ändern, dass ein Großteil der praktischen Unterweisung auch in der Außenprüfung stattfinden kann.

Die DSTG Berlin begrüßt die geplante Änderung, sorgt sie doch für die notwendige Flexibilität in der Ausbildung der Praxisaufsteigenden und lässt einen größeren Umfang des Einsatzes in den Außenprüfungsstellen der Finanzämter zu. Für die Ausbildung zukünftiger AußenprüferInnen ist dies auf jeden Fall zielführender.

 

Gleichzeitig hat die Änderung aber auch positive Auswirkungen auf den Einsatz der PraxisaufsteigerInnen, die nicht gezielt auf die Außenprüfung vorbereitet werden. Durch die Mindestzahl von 2 Monaten in der Außenprüfung haben Sie jetzt die Möglichkeit, die von ihnen begleiteten Fälle auch tatsächlich zum Abschluss zu führen. Bei einem
Einsatz von nur einem Monat war dies kaum möglich.